Sudetendeutsche Landsmannschaft
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Landsmannschaftlich-kulturelle Traditionen erhalten

 

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, wurden mehr als drei Millionen Sudetendeutsche aus ihrer Heimat vertrieben. Trotz dem schweren Schicksal, die Heimat verloren zu haben und nicht wieder nach Hause zurückkehren zu dürfen, verloren die Sudetendeutschen nicht den Mut, packten in ihrer neuen Heimat mit an und organisierten sich in Verbänden und Heimatgliederungen. Bei einem Tag unter dem Motto „Land und Leute – sudetendeutsche Vielfalt, Mundart(auch schwäbisch), Gedichte und Gesang“ im „Haus der Heimat“ in Stuttgart, stellten am vergangenen Wochenende verschiedene Heimatgliederungen ihre Arbeit vor, mit der die Gruppen Geschichte und Kultur der jeweiligen Region des Sudetenlandes pflegen.

Kreisobfrau Waltraud Illner von der Kreisgruppe Stuttgart der Sudetendeutschen Landsmannschaft, konnte sich bei dieser Veranstaltung über zahlreichen Besuch im „Haus der Heimat“ freuen, unter dem sie auch prominente Gäste wie die Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen Baden-Württemberg, die CDU-Bundestagsabgeordnete, Stadträtin Iris Ripsam, den Sprecher der Südmährer, Franz Longin, die Bundesfrauenreferentin der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Gerda Ott sowie den Landeskulturreferenten der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Albert Reich, begrüßen konnte. Bei Kaffee und Kuchen an herbstlich dekorierten Tischen und musikalisch umrahmt von Emil Heinrich, der am Klavier Lieder aus der sudetendeutschen Heimat begleitete, erlebten die zahlreichen Besucher im „Haus der Heimat“ einen gemütlichen sudetendeutschen Nachmittag. War es zunächst Albert Reich, der in einem Grußwort als Landeskulturreferent der Sudetendeutschen den Erhalt der landsmannschaftlich-kulturellen Traditionen in unserem Land anmahnte, ging der Vorsitzende des Sudetendeutschen Heimatrates, Franz Longin, in seiner Ansprache auf die politische Dimension der Änderung der Satzung der Sudetendeutschen Landsmannschaft ein, für die der Südmährer wenig Begeisterung zeigt. So habe man mit der Veränderung der Satzung nicht nur Differenzen innerhalb der Landsmannschaft gesät, es sei überhaupt fraglich und müsse abgewartet werden, ob die Neuformulierung der Satzung, mit der die Sudetendeutsche Landsmannschaft zeitgemäßer erscheinen wolle, am Ende Früchte tragen werde. Als Mitglied des Bundesvorstandes der Sudetendeutschen machte Longin aber auch auf die kommenden Herausforderungen der Landsmannschaft aufmerksam, die aufgrund der Mitgliederentwicklung, Zentralisierungen und Rationalisierungen ins Haus stünden.

Bei den Kurzberichten über die Heimatgliederungen, war es dann

Alfred Neugebauer aus Stuttgart-Weilimdorf, der mit der „Altvater Runde Stuttgart“ die erste Heimatgliederung der Sudetendeutschen vorstellte. So treffen sich Heimatvertriebene aus dem „Altvatergebirge“ aber auch solche, die sich mit dieser Region verbunden fühlen, einmal im Monat im Stuttgarter „Haus der Heimat“, wo mit Texten, Gedichten, Reiseberichten und auch Vorträgen, die Kultur der Region um den „Altvater“ gepflegt wird.

Die „Böhmerwaldgruppe Stuttgart“ unter der Leitung von Friedrich Grübl aus Stuttgart-Bad Cannstatt, präsentierte zusammen mit dem Chor der „Böhmerwaldgruppe Bietigheim-Bissingen“ Lieder und Gedichte in Mundart aus der heimatlichen Region, während Harald Wenig von der „Egerländer Gmoi Stuttgart“ sehr viel über die Geschichte des Egerlandes und seiner Trachten zu erzählen wusste. Mit einem reichbebilderten „Spaziergang durch Reichenberg gestern und heute“, stellte dann Urd Rothe vom „Heimatkreis Reichenberg Stadt und Land e.V.“, auf bezaubernde Weise die Geschichte und die Schönheit der nordböhmischen Stadt vor, in der sich der Heimatkreis auch stets bei den „Deutsch-Tschechischen Kulturtagen“ miteinbringt. Schließlich waren es dann noch Franz Longin, Adelheid Bender-Klein und Wolfgang Daberger vom „Südmährerbund e.V.“, die ihre Heimatgliederung vorstellten aber  ihre Vorträge auf die Verbandsarbeit in Gegenwart und Zukunft ausrichteten. Dabei stellte Adelheid Bender-Klein den „Treffpunkt Südmähren“ in Geislingen/Steige vor, mit dessen Ausstellung die nachfolgende bzw. Enkelgeneration interessiert werden soll und mit einem pädagogischen Angebot auch Schülergruppen die Geschichte um Südmähren nähergebracht wird. Wolfgang Daberger ergänzte noch mit Informationen über die Aktivitäten der „ Jungen und Mittleren Generation Südmähren (JMG Südmähren)“ und Franz Longin als Vorsitzender des Südmährerbund e.V. beschloss die Vorstellung der Heimatgliederung mit einer Buchpräsentation, mit der die Geschichte der Vertreibung der Deutschen aus Südmähren 1945-1946 mit Vertreibungsberichten von Zeitzeugen dokumentiert werden.

 

Helmut Heisig

-SL-Stuttgart –

Fototexte: 

Foto 01:

Unter dem Motto „Land und Leute – sudetendeutsche Vielfalt Mundart (auch schwäbisch), Gedichte und Gesang“, traf sich die Kreisgruppe Stuttgart der Sudetendeutschen Landsmannschaft am 30. September 2017 im „Haus der Heimat“ in Stuttgart.

Die Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen Baden-Württemberg, CDU-Bundestagsabgeordnete, Stadträtin Iris Ripsam (hintere Reihe,4.von links) im Kreise der teilnehmenden Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Heimatgliederungen der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

 

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