Sudetendeutsche Landsmannschaft
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"Vertreibung darf nicht in Vergessenheit geraten"

- Videobotschaft zur Erinnerung an die "Charta der Heimatvertriebenen" in Stuttgart -

 

 Charta der deutschen Heimatvertriebenen 2020

Video-Dreh statt Feierstunde zur Erinnerung an die Unterzeichnung der "Charta der deutschen Heimatvertriebenen" am 5.August 1950:

v.l.n.r. : Alt-Stadträtin Bärbel Häring, CDU-Landtagsabgeordneter Konrad Epple, Ingrid Wessel, Kreisvorsitzende der UdVF der CDU- Stuttgart, Stadträtin Iris Ripsam, Christoph Kapteina, Kreisobfrau Waltraud Illner, Fabian Ripsam, BdV-Schatzmeister Reinhold Frank und das Bläserquartett Feuerbach.

 

Charta der deutschen Heimatvertriebenen 2020

Vortrag des Textes der „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ und Kommentierung:

Links Fabian Ripsam, rechts die Kreisvorsitzende der UdVF der CDU- Stuttgart, Stadträtin Iris Ripsam.

 

Es war sonst immer eine Feierstunde, in der die Union der Vertriebenen und Flüchtlinge und der Bund der Vertriebenen auf dem Stuttgarter Schlossplatz an die Unterzeichnung der "Charta der deutschen Heimatvertriebenen" am 5.August 1950 in Stuttgart erinnerte. Doch ausgerechnet in diesem Jahr, wo sich dieses historische Ereignis zum 70.mal jährt, lässt die Corona-Pandemie eine feierliche Veranstaltung nicht zu, weshalb sich die Veranstalter dazu entschlossen, mit einer Videobotschaft an die Unterzeichnung und Verkündung der „Charta der deutschen Heimatvertriebenen zu erinnern.

Zum Dreh am Neuen Schloss in Stuttgart, hatte sich eine kleine Runde zusammengefunden, zu der neben der Kreisvorsitzenden der Union der Vertriebenen und Flüchtlinge, Stadträtin Iris Ripsam, auch der Schatzmeister des Bundes der Vertriebenen und Vorsitzende der Sing-, Tanz- und Spielkreise in Baden-Württemberg, Reinhold Frank, der Landtagsabgeordnete Konrad Epple,  Alt-Stadträtin Bärbel Häring sowie die Kreisobfrau der Sudetendeutschen Landsmannschaft Stuttgart, Waltraud Illner, gehörten.

Musikalisch umrahmt vom Bläserquartett Feuerbach, hoben Stadträtin Iris Ripsam und ihr Sohn Fabian Ripsam in ihrer Videobotschaft nochmals die Bedeutung des „Charta“-Textes hervor. Dabei machte die Kreisvorsitzende der Union der Vertriebenen und Flüchtlinge in der CDU deutlich, welchen Beitrag die deutschen Heimatvertriebenen zum Wiederaufbau Deutschlands und insbesondere Baden-Württembergs geleistet haben. Der Text der „Charta“, die auch als das „Grundgesetz“ der deutschen Heimatvertriebenen gilt und am 6.August 1950 vor mehr als 150.000 Menschen vor den Ruinen des Neuen Schlosses in Stuttgart vom Oberschlesier Manuel Jordan verlesen wurde, habe jedoch auch signalisiert, mit welcher Zuversicht die Menschen, trotz ihrem Leid und der Entbehrungen, daran mitwirken wollten, eine friedliche Zukunft in einem geeinten Europa mitzugestalten. „Wir Heimatvertriebenen verzichten auf Rache und Vergeltung. Dieser Entschluss ist uns ernst und heilig….“ heißt es da weiter in der „Charta“, eine Aussage, die nach Meinung von Iris Ripsam in der Geschichte unseres Volkes Anerkennung und Würdigung erfahren müsse. Auch sei der Blick der deutschen Heimatvertriebenen auf ein geeintes Europa in ihrer 1950 formulierten „Charta“ ein weitblickender Gedanke gewesen, um Friede auf Dauer zu ermöglichen. Fabian und Iris Ripsam machten in ihrem Vortrag auch auf die Abschnitte der „Charta“ aufmerksam, wo die deutschen Heimatvertriebenen auf den Verlust ihrer Heimat aufmerksam machten und in diesem Zusammenhang formulierten „…Daher fühlen wir uns berufen zu verlangen, dass das Recht auf Heimat als eines der von Gott geschenkten Grundrechte der Menschheit anerkannt und verwirklicht wird.“ Eine Forderung, für die immer wieder die Stimme erhoben werden müsse, so die Christdemokratin, die mahnend hinzufügte, dass die Vertreibung nicht in Vergessenheit geraten dürfe.

In einem Grußwort für den Bund der Vertriebenen Baden-Württemberg, erinnerte Reinhold Frank schließlich an das erlittene Leid der deutschen Heimatvertriebenen und ihren unbändigen Willen am Aufbau des kriegszerstörten Deutschland, bevor das Bläserquartett Feuerbach mit dem „Deutschlandlied“ den Video-Dreh musikalisch abschloss.

 

Helmut Heisig     - UdVF - Stuttgart -

 

                                        

Fotos: Helmut Heisig

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