Sudetendeutsche Landsmannschaft
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Staufermedaille für Helga Löffler

 

Namens und im Auftrag von Ministerpräsident Winfried Kretschmann überreichte Umweltminister Franz Untersteller MdL (Die Grünen)  die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg an die langjährige Landesgeschäftsführerin der Sudetendeutschen Landsmannschaft Helga Löffler.

 

Feierlich ging es vom ersten Moment schon zu, als man das Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg betrat. Im großen Saal warteten die Teilnehmenden gespannt auf die Ankunft von Minister Untersteller, der zur feierlichen Verleihung der Staufermedaille angekündigt war.

 

Landesorganisationsleiter Bruno Klemsche begrüßte die Gäste, insbesondere natürlich Helga Löffler und Minister Untersteller. In wie immer bekannter Manier begleitete Herbert Preisenhammer die Veranstaltung am Klavier. Den Einstieg machte er mit dem nordmährischen Komponisten Schubert.

 

Klaus Hoffmann oblag es als Landesobmann einen Blick zu werfen auf die Verdienste von Helga Löffler. Er schilderte seine Anfänge in der Landesgruppe vor mehr als einem Jahrzehnt und wie man ihn auf Helga und ihren leider schon verstorbenen Mann Horst aufmerksam machte. Der Rat lautete nämlich sich in allen Fragen getrost an Helga zu wenden, die jeden in der SL kennen würde und andersherum jeder in der SL auch Helga. Tatsächlich ist die SL in Baden-Württemberg ohne das große Wissen und die Vernetzung in alle Landesteile von Helga Löffler nicht vorstellbar, wie der Landesobmann auch einräumte. Im Internet fand Klaus Hoffmann einen Hinweis, dass Franz Untersteller leidenschaftlicher Hobbykoch ist. Was lag also näher ihm mit dem Südmährer Kochbuch und dem Kochbuch der Anni Baier die Welt der sudetendeutschen Küche näher zu bringen.  Ergänzt hatte Landesobmann die Bücher mit einem Reichenberger Heimatkalender 2019, dem Flyer der Sudetendeutschen in Baden-Württemberg sowie der Grundsatzerklärung der Bundesversammlung aus 2015. Letztere, weil er bei Minister Untersteller um die Unterstützung bei der Klärung der offenen sudetendeutschen Frage warb.

 

Vor seiner Laudatio berichtete Minister Untersteller zunächst über seine Herkunft. Es stellte sich heraus, dass er Wurzeln in Südtirol hat und er viele Jahre seinen Familienstammbaum erforschte, der bis 1364 zurückreicht. Für die beiden sudetendeutschen Kochbücher bedankte er sich herzlich. Sei es doch neben dem Gaumenschmaus auch die Geselligkeit und der Austausch, die sich beim gemeinsamen Zubereiten und Essen einstellten.

 

In seiner Laudatio ging Minister Untersteller auf das Leben und Wirken von Helga Löffler ein. Ihr Vater war der Staatssekretär Josef Schwarz im Baden-Württembergischen Innenministerium. Helga Löffler lebt für die Sudetendeutschen und Egerländer. Mit ihrem verstorbenen Ehemann, dem Böhmerwäldler Horst Löffler, initiierte sie kurz nach der Wende die Oberplaner Gespräche, ein Seminar für Tschechen, vertriebene und verbliebene Deutsche, das bis heute erfolgreich für die deutsche Minderheit durchgeführt wird. Bis vor 2 Jahren noch war sie jährlich in die Vorbereitung und Durchführung der Seminare eingebunden. Ihre Wurzeln legte sie in der Sudetendeutschen Jugend und der DJO. Zusammen mit Gleichgesinnten gründete sie den Arbeitskreis Jüngerer Sudetendeutscher, organisierte für diesen Arbeitskreis zahlreichen Kongresse auf der Sonnenmatte und mehrere Begegnungsreisen in die Tschechische Republik, auch bereits vor der Wende. Bis heute setzt sie sich für die Belange und Sorgen der Sudetendeutschen ein. Für die Landsleute in Baden-Württemberg ist Frau Löffler eine sehr wichtige Ansprechperson für Fragen und Anregungen. Bis zum Jahr 2016 gehörte sie außerdem dem Vorstand  Sudetendeutschen Sozialwerkes an. Helga Löffler gehörte viele Jahre der SL-Bundesversammlung, dem höchsten Gremium der Sudetendeutschen Landsmannschaft in München, an.

 

Nach der Ehrung durch Minister Untersteller beendete Herbert Preisenhamer den Festakt am Klavier, ehe die Anwesenden Helga Löffler persönlich zu dieser hohen Auszeichnung gratulierten.

 

Zur Staufermedaille

 „Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung. Sie wird in der Regel in Silber vergeben, in seltenen Fällen auch in Gold. Auch mit der Staufermedaille sollen Verdienste um das Gemeinwohl geehrt werden, die über die eigentlichen beruflichen Pflichten hinaus im Rahmen eines in der Regel ehrenamtlichen, gesellschaftlichen oder bürgerschaftlichen Engagements erworben wurden und über viele Jahre hinweg erbracht worden sind. Jedermann kann formlos eine schriftliche Anregung beim Staatsministerium einbringen.“ (Quelle: Wikipedia)

Der Ordinarius für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Tübingen, Prof. Dr. Hansmartin Decker-Hauff (1917 - 1992) schrieb zur Staufermedaille: ”Diese Medaille soll sinnfällig machen, wie das heutige Land mit seiner weiter zurückliegenden Geschichte verklammert ist. Aus diesem Grunde wurde 1977 die Ausstellung zur Geschichte und Kultur der Stauferzeit geplant und durchgeführt; aus diesem Anlass wurde auch die Medaille geprägt.“

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